
Teil 904
Ausgerechnet während Frauli auf die Nachbartiere aufpasst, verschwindet Kater Aslan scheinbar spurlos und sorgt für einen beinahe ausgewachsenen Nervenzusammenbruch. Gleichzeitig wird den Milben bei den Hühnern mit Lavendel, Salbei, Knoblauch und weiteren Geschützen der Kampf angesagt, bevor Strolchi und Baris endlich zu ihrem gemeinsamen Urlaub aufbrechen. Dort entdeckt Baris nicht nur einen richtigen Badesee, sondern Strolchi auch eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe für sich: die penible Kontrolle der Mülltrennung.
Die Mitwirkenden in diesem Band
Strolchi
Baris
Aslan
SophieDie Geschichte dieses Bandes
Strolchi hat zunächst ein ganz praktisches Problem: Er braucht dringend einen Bleistift, kann ihn aber unmöglich halten und damit natürlich auch nichts aufschreiben. Bei den Hühnern gibt es derweil wesentlich unangenehmere Sorgen, denn die Milben jucken noch immer. Nach einer halben Nacht Recherche steht deshalb ein umfangreicher Schlachtplan fest. Lavendel wird vor den Stall gepflanzt, getrocknete Blüten und Blätter sollen ins Einstreu, und gleich 35 Knollen Knoblauch werden geschält, gedörrt und fürs Futter vorbereitet. Dazu kommen Salbei, eine Räuchermischung und Ballistol. Nur die Hände machen bei den Knoblauchmengen irgendwann nicht mehr mit und müssen erst einmal gekühlt werden.
Noch aufregender wird es beim Versorgen der Nachbartiere. Aslan, der sonst zuverlässig an der Tür wartet, ist plötzlich verschwunden. Die Wohnung wird auf allen vieren durchsucht: unter Möbeln, auf Schränken, hinter Waschmaschine und Trockner und in sämtlichen denkbaren Verstecken. Gefressen hat der Kater, gespielt ebenfalls, und sogar das Katzenklo wurde benutzt – nur Aslan selbst bleibt unauffindbar. Schließlich muss Milanda informiert werden. Die Lösung ist ebenso erleichternd wie überraschend: Ihre Mitarbeiter haben Aslan ins Büro geholt, damit er nicht so allein ist. Später steht der Vermisste wieder völlig selbstverständlich da und erklärt, er habe sogar eine Nachricht hinterlassen wollen. Nur leider konnte er den Bleistift nicht halten und hatte auch kein Papier.
Nebenbei läuft der Haustürverkauf weiter. Kombucha muss etikettiert werden, und Strolchi erkundigt sich vorsichtshalber, ob er den getrockneten Salbei ebenfalls essen muss. Salbei möchte er nämlich keinesfalls – Pudding dagegen jederzeit. Auch bei den Hunden der Nachbarn gibt es kurz Aufregung, als sie scheinbar ebenfalls verschwunden sind, doch zum Glück klärt sich auch das. Am Abend kann Baris endlich ins Bett, wobei er Frauli als ausgesprochen gemütliche Unterlage entdeckt. Dass ein Moskauer Wachhund dabei möglicherweise ein klein wenig schwer sein könnte, weist er selbstverständlich zurück.
Am nächsten Morgen beginnt für Baris etwas ganz Besonderes: sein allererster Urlaub. Er sitzt angeschnallt vorne im Auto, Strolchis Transportkiste ist ebenfalls gesichert und eigentlich könnte es losgehen – bis Baris entsetzt feststellt, dass Herrli fehlt. Der wurde allerdings nicht vergessen, sondern fährt im zweiten Auto, weil im Urlaub ein neuer, milbenfreundlicherer Hühnerstall gekauft werden soll. Unterwegs erzählt Strolchi von früheren Urlaubsfahrten mit Assira, bei denen Auto, Gepäck, Katze und Hund deutlich enger untergebracht waren. Baris findet trotzdem, er sei gar nicht groß. Schließlich nennt Frauli ihn ja immer „Kleiner“. Strolchis Hinweis, dass er trotzdem groß sei, lässt sich allerdings schwer widerlegen: Baris ist schließlich Maxipes Fík.
Am Urlaubsort begrüßt Strolchi Sophie nach einem ganzen Jahr und verlangt unmittelbar danach sein Katzenklo. Ins Gebüsch zu gehen kommt überhaupt nicht infrage. Vorher muss außerdem der Müll kontrolliert werden, denn auf dem Wertstoffhof darf kein Fussel falsch sortiert sein. Damit erweitert Strolchi seine Ämtersammlung kurzerhand um den Beruf des Müllmanns. Baris bekommt ein Erdmännchen geschenkt, Strolchi inspiziert die Küche, und anschließend zeigt er Baris das Gelände samt Assiras früherem Lieblingsplatz und seinem persönlichen Schattenplatz. Sophie traut sich wegen des großen Hundes zunächst nicht herunter, was Baris traurig macht. Beim Abendessen bekommt er ausgerechnet Assiras Lieblingsessen – und danach folgt die größte Entdeckung des Tages: Hier gibt es einen richtigen Badesee. Baris schwimmt begeistert im tiefen Wasser und probiert anschließend gleich noch den Bach aus. Sein Urteil über den ersten Urlaub seines Lebens steht damit fest: Urlaub ist voll schön. Nur Strolchi hat am Ende noch eine wichtige Frage offen – wo ist eigentlich seine pinke Bettwäsche?
