Strolchis Tagebuch – Teil 897

Strolchis Tagebuch
Teil 897
Beatrice Kobras
Ich bin kein scharfer Wachhund! Ich bin Maxipes Fík!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 897

Verlaufen zur Hundeschule, Dauerbaden und endlich einmal Daniel beißen

Baris läuft zur Hundeschule, verirrt sich unterwegs und entdeckt dort eine Zinkwanne, aus der er am liebsten überhaupt nicht mehr herauskommen möchte. Nach Unterricht, Baden und einer ausgiebigen Diskussion über seinen Wachhundberuf darf er endlich Daniel beißen und stellt zufrieden fest, dass Maxipes Fík als Berufsbezeichnung völlig ausreicht. Am nächsten Tag ist es Strolchi zu heiß für draußen, während Baris beweist, dass gemeinsames Schlafen besonders gemütlich wird, wenn man sich einfach quer auf Frauli legt.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Baris
Avas

Die Geschichte dieses Bandes

Strolchi erfährt am Samstagmorgen, dass Baris schon wieder Hundeschule hat, und kann nur hoffen, dass von all dem Unterricht irgendwann auch einmal etwas hängen bleibt. Diesmal wird allerdings nicht gefahren, sondern gelaufen. Baris soll dadurch vielleicht etwas weniger aufgedreht am Unterricht ankommen. Der Plan hat nur einen kleinen Haken: Unterwegs wird falsch abgebogen. Plötzlich geht es nicht mehr weiter, vor ihnen liegt ein See, und während Baris durchaus der Meinung ist, einfach hindurchlaufen zu können, muss für seine menschliche Begleitung eine andere Lösung gefunden werden. Also geht es quer übers Feld weiter. Warm ist es inzwischen auch noch – aber zum Glück wartet am Ziel bereits Baris’ Zinkwanne.
Kaum angekommen, verschwindet Baris im kühlen Wasser und hat damit eigentlich sein Tagesziel erreicht. Herauskommen möchte er jedenfalls nicht mehr. Er könnte für immer in seiner schönen Wanne bleiben, und selbst Essen wäre kein überzeugendes Gegenargument: Das könne man schließlich auch direkt dort servieren. Leider beginnt irgendwann der Unterricht. Widerwillig verlässt Baris sein Bad, lernt fleißig und braucht anschließend selbstverständlich sofort wieder Abkühlung. Nebenbei bekommt er Durst, und die Warnung, dass die Wanne leer wird, wenn er sie austrinkt, beeindruckt ihn wenig. Dann muss eben neues Wasser hinein.
Schließlich kommt der Programmpunkt, auf den Baris offenbar den ganzen Tag gewartet hat: Beißen. Endlich darf er Daniel erwischen und ist begeistert. Nur die Bemerkung, das Ganze gelte nicht richtig, weil Baris lediglich spiele, beschäftigt ihn. Er spielt schließlich nicht – er beißt! Dass aus ihm deshalb kein „scharfer Wachhund“ wird, ist allerdings überhaupt kein Problem. Baris hat ohnehin eine viel passendere Berufsbezeichnung: Er ist Maxipes Fík. Und das reicht vollkommen. Falls nachts im Park tatsächlich einmal etwas passiert, besteht ohnehin wenig Zweifel daran, dass Baris sehr genau wüsste, was zu tun ist.
Der Heimweg kommt Baris anschließend viel länger vor als der Hinweg, obwohl diesmal niemand falsch abbiegt. Ein Bach sorgt für eine willkommene Unterbrechung, denn natürlich kann Baris unmöglich an erfrischendem Wasser vorbeigehen, ohne hineinzusteigen. Zu Hause landet dann auch noch sein schönes Spielzeug im Pool. Das geht gar nicht: Es muss sofort gerettet und vorsichtshalber noch einmal gründlich abgewaschen werden. Dass Baris dabei selbst ebenfalls nass wird, war allerdings nicht Bestandteil des Plans. Dafür steht plötzlich die Leckerchenschublade offen – und bei einer solchen Gelegenheit muss man Prioritäten setzen.
Am Sonntag wird es so warm, dass Strolchi lieber drinnen bleibt. Avas nennt ihn deshalb eine Memme, doch Baris stellt sofort klar, dass man so etwas über Strolchi nicht sagen darf. Später möchte Baris unbedingt gemeinsam schlafen. Nur fünf Minuten, verspricht er, und selbstverständlich würde er sich niemals quer über Frauli legen. Kaum ist er im Bett, stellt er allerdings fest, dass genau das besonders gemütlich ist. Frauli bekommt kaum noch Luft und möchte ihn gern neben sich haben, aber Baris sieht dafür überhaupt keinen Grund. Ihm gefällt es schließlich ausgezeichnet – und damit ist die Frage nach dem bequemsten Schlafplatz eindeutig geklärt.