
Teil 896
Baris’ Tag beginnt mit einer Pfütze im Keller und wird nicht besser, als Avas ihm auch noch seinen heißgeliebten Knabberknochen klaut. Während Franz beim Hahnenballett an seiner Karriere arbeitet, sorgt ein neuer Router für Ärger, weil das dringend erwartete Paket ohne tschechischen Ausweis nicht herausgegeben wird. Strolchi zieht daraus seine eigenen Schlüsse, und Baris kümmert sich lieber um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens: Baden, Knochen und die gesunde Rudolfo-Quelle.
Die Mitwirkenden in diesem Band
Strolchi
Baris
Franzl
Elsa
AvasDie Geschichte dieses Bandes
Der Mittwoch beginnt für Baris mit einem kleinen Malheur im Keller. Angeblich war es keine Absicht, dafür hat Frauli jetzt sehr saubere Füße und außerdem reichlich Bewegung, denn Herrli ist bereits durch die Pfütze gelaufen und hat sie anschließend in sämtliche Zimmer verteilt. Das Fitnessstudio kann Frauli sich also sparen. Baris hätte zwar einen Waldspaziergang als alternatives Bewegungsprogramm anzubieten, doch daraus wird nichts. Später geht es wenigstens in den Park, wo Baris seinen schönen Bach ausgiebig zum Baden nutzt. Gestört werden möchte er dabei selbstverständlich nicht – schließlich stört man andere Leute beim Baden auch nicht.
Kaum zurück, wartet die nächste Katastrophe: Avas hat Baris seinen Knabberknochen geklaut. Avas sieht darin überhaupt kein Problem. Baris hätte ihm den Knochen ohnehin nicht freiwillig gegeben, also war Fragen offensichtlich überflüssig. Zum Glück findet sich noch ein Ersatzknochen. Den hält Baris nun besonders gut fest, denn ein zweites Mal lässt er sich nicht bestehlen. Avas genießt derweil seinen erbeuteten Knochen und findet, Baris sei selbst schuld, wenn er ihm ständig am Zaun damit vor der Nase herumwedelt. Baris braucht deshalb dringend neue Vorräte – Knabberknochen liebt er schließlich so sehr, dass er zwar nicht heiraten möchte, für einen guten Knochen aber durchaus eine Ausnahme machen würde.
Auch bei den Hühnern dreht sich anschließend alles ums Essen. Für die Mädels gibt es Käse, was sofort Begeisterung auslöst. Elsa hätte gern noch eine Portion, doch der Käse ist bereits aus. Franz widmet sich stattdessen der Kunst und beginnt sein Hahnenballett. „Tap, zwei drei vier“ klappt allerdings noch nicht ganz zuverlässig, denn er vertanzt sich und muss von vorne anfangen. Strolchi findet dringend, dass Franz Tanzunterricht braucht. Schließlich kann man so niemals Eintritt verlangen. Auslachen darf Franz trotzdem niemand – außer Strolchi natürlich.
Am Donnerstag ist Strolchi in Spiellaune, während Baris an der Essensausgabe ein kleines Wunder erlebt: Er bestellt einen Knochen und bekommt tatsächlich sofort einen. Den zeigt er Avas vorsichtshalber überhaupt nicht. Weniger erfreulich läuft die Lieferung des neuen Routers. Der Paketzusteller will das dringend erwartete Paket nicht herausgeben, weil der deutsche Personalausweis samt ständigem Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis nicht genügt. Die Hühner sind empört. Schließlich sind sie und Baris hier geboren und besitzen ihrer Ansicht nach bestimmt tschechische Ausweise, die man doch einfach ausleihen könnte. Außerdem nimmt der Anbieter ihre in Münzen verwandelten Eier jeden Monat problemlos an. Als dann auch noch eine 30-Kilometer-Fahrt zum nächsten Shop verlangt wird, ist Schluss: Stattdessen wird gleich ein möglicher Anbieterwechsel in die Wege geleitet.
Am Freitag liefert die missglückte Fahrt nach Planá Strolchi sofort den nächsten Beweis für seine Ausweistheorie: Eigentlich sollte dort Fleisch für Baris abgeholt werden, doch trotz Verabredung öffnet niemand. Bestimmt fehlt wieder der tschechische Ausweis! Baris hätte schließlich tschechische Papiere und wäre damit eindeutig die bessere Begleitung gewesen. Strolchi überlegt derweil, ob er sich trotz Hitze nach draußen wagen soll, entscheidet sich dafür, solange Franz mit seinen Mädchen weit hinten im Garten beschäftigt ist, und erklärt sich zum großen Körbchen-Besitzer. Baris zieht es dagegen wieder ans Wasser. Ein gesperrter Park beeindruckt ihn wenig, wenn dort ohnehin alle anderen Gassi gehen. Außerdem gibt es dort einen besonders schönen Bach – und aus der Rudolfo-Quelle möchte Baris unbedingt trinken. Die ist schließlich gesund.
