Strolchis Tagebuch – Teil 1043

Strolchis Tagebuch
Teil 1043
Beatrice Kobras
Wer schläft, kann keinen Unsinn machen!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 1043

rippefrust, Therapieversuche und ein geklauter böhmischer Knödel

Frauli liegt mit Grippe im Bett, weshalb Strolchi und Baris kurzerhand die Therapie übernehmen – mit Schlafen, Bewachen und reichlich fachlicher Beratung. Ein böhmischer Knödel sorgt bei Baris und den Hühnern für Futterneid, während Hühnersitting, Roomservice und Spielzeuginventur den Alltag bestimmen. Nur Baris verliert langsam die Geduld: Trotz einer ganzen Woche Therapie ist Frauli noch immer nicht gesund und nun fällt auch noch die Hundeschule aus.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Baris
Maxl
Henni
Hanni
Nanni

Die Geschichte dieses Bandes

Frauli ist krank – und für Strolchi bedeutet das vor allem eines: Langeweile. Jeder Knochen tut ihr weh, während Strolchi schaukelt und schließlich beim Hühnersitting hilft. Am nächsten Tag entdecken die Hühner einen böhmischen Knödel, den ein Nachbar ans Tor gehängt hat. Baris findet sofort, dass so etwas Gutes unmöglich ausschließlich für die Hühner bestimmt sein kann, erklärt den Knödel kurzerhand zu seinem Eigentum und lässt nur widerwillig etwas übrig. Auch die Grießnockerlsuppe sorgt anschließend für Futterdiskussionen. Dabei hat Baris längst eine eigene Schüssel in der Küche.
Strolchi erkennt schließlich, was Frauli wirklich braucht: Schlaf. Also legt er sich dazu und erklärt, wer schläft, könne keinen Unsinn machen. Baris möchte ebenfalls helfen – schließlich ist er der Therapiehund – und startet seinen eigenen Gesundmachversuch. Leider weckt er damit die Patientin und Strolchi gleich wieder auf. Am Ende schlafen eben alle gemeinsam, während Baris anschließend vom Fußende aus Wache hält. Das Hühnersitting ist nämlich ausgesprochen anstrengend: Kaum ist ein Netz entfernt, entdecken die Damen die darunter geschützte Petersilie, und Strolchi wünscht sich langsam dringend gesundes Personal zurück.
Doch Frauli bleibt krank. Baris versucht es mit therapeutischem „Ommmmmmmm“, Strolchi mit seiner Erfahrung als früherer Therapeut. Das Krankenlager im oberen Schlafzimmer fühlt sich inzwischen immerhin ein wenig wie Wellnessurlaub an. Die Hühner wünschen ihrem Mithuhn gute Besserung, während andernorts schon wieder über Essen diskutiert wird. Strolchi wird sogar beim Spielen mit den Vogelbildern an der Wand erwischt – zum Glück ohne Beweisfoto, denn sonst könnte der Nikolaus davon erfahren.
Auch beim Roomservice läuft alles nach Plan. Hanni und Nanni kontrollieren die Arbeit, Maxls Schlafzimmer wird überprüft und das tägliche 4-Sterne-Restaurant findet Anerkennung. Baris vertreibt sich die Zeit mit einer Spielzeuginventur. Schließlich ist es kaum auszuhalten, dass Frauli immer noch nicht gesund ist. Am Samstag kündigen die vielen Nüsse schon die nahende Weihnachtsbäckerei an, Henni darf das abgeerntete Tomatenbeet umgraben und die Hühner genießen ein Sonnenbad.
Dann folgt für Baris die eigentliche Katastrophe: Die Hundeschule fällt aus. Frauli ist noch zu krank, um ihn sicher halten zu können, falls er wegen eines Mädchens wieder liebeskrank wird. Baris protestiert. Er möchte Unterricht, baden und seine Freunde treffen – und außerdem therapiert er Frauli doch schon die ganze Woche. Strolchi unterstützt ihn fachlich, stellt aber klar: Nur weil Baris inzwischen hauptberuflich Therapeut ist, braucht er sich darauf nichts einzubilden. Therapie braucht nun einmal ihre Zeit.