Strolchis Tagebuch – Teil 1042

Strolchis Tagebuch
Teil 1042
Beatrice Kobras
Vorsicht ist die Mutter der Puddingvorratskiste!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 1042

Apfelsaftverkauf, Ohrkontrolle und ein höchst unfreundlicher Dankesbrief

Strolchi möchte Apfelsaft direkt aus dem Fass verkaufen und hat auch schon eine einfache Abrechnungsmethode: Kunden werden vorher und nachher gewogen. Baris trifft Haidy, verweigert Betty das wilde Spielen und absolviert dafür begeistert den Hindernisparcours der Hundeschule. Beim Haustürverkauf sorgt schließlich ein alter Kunde für Ärger – und verleiht Frauli ganz nebenbei den überraschenden Ehrentitel „Kobras-Hexe“.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Baris
Maxl
Henni
Hanni
Nanni
Betty
Haidy

Die Geschichte dieses Bandes

Strolchi möchte Apfelsaft verkaufen. Sollten keine Flaschen mehr da sein, könnte man schließlich einfach das ganze Fass vor die Tür stellen und Strohhalme verteilen. Auch die Abrechnung wäre kinderleicht: Die Kunden werden vorher und nachher gewogen. Sich selbst muss Strolchi natürlich nicht wiegen, denn als Familienmitglied bezahlt er schließlich nichts fürs Essen. Danach geht es zum Baden, wo er auf seinem Badesofa Katzenwäsche macht, lieber ein Strolchi-Tagebuch als ein Buch über Marienbad lesen würde und anschließend beschließt, sich einen freien Freitag zu gönnen. Arbeiten kann schließlich das Personal.
Draußen herrscht Nasswetter, Hanni und Nanni kämpfen um trockene Plätze und Herrli kocht – was Strolchi besonders schätzt. Am Samstag möchte er gleich noch einmal freimachen, während das „natürliche Antibiotikum“ für den Haustürverkauf abgefüllt wird. Vorsichtshalber soll eine Flasche im Kühlschrank bleiben, denn die Grippesaison beginnt. Bei den Hühnern gibt es Suppe und anschließend reichlich Gartenarbeit. Haidy untersucht derweil Baris’ Kopf und Ohr und kann nichts Ernstes feststellen. Baris reicht es langsam ohnehin: Jeder möchte ständig seine Ohren kontrollieren. Viel spannender finden die Hühner das freigegebene Gemüsebeet, in dem plötzlich nach Herzenslust gescharrt und nach Würmern gesucht werden darf. Für Frauli hat das einen äußerst praktischen Grund – dann muss sie es nicht selbst umgraben.
Am Sonntag trifft Baris Betty auf dem Gelände der Hundeschule. Dort könnten die beiden endlich wieder ungebremst spielen, ohne Apfelbäume, Stromzaun oder andere Hindernisse. Doch Baris möchte nicht. Viel lieber absolviert er ohne Leine den Hindernisparcours, balanciert und springt und geht anschließend mit Betty spazieren. Die beiden vergleichen nebenbei ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Abenteuer: Betty muss häufiger an die Leine, während Baris findet, dass er sehr wohl abenteuerlustig ist – solange Frauli mit seinen Keksen in der Nähe bleibt.
Zu Hause wartet dann eine ganz andere Geschichte. Ein langjähriger Kunde des Haustürverkaufs hat nach einem Einkauf erneut viel zu wenig bezahlt. Nachdem er dabei erwischt wurde, begleicht er verspätet den Restbetrag und legt zusätzlich ein beschriftetes Kuvert bei. Darin wirft er Frauli unter anderem steuerliches Fehlverhalten vor und bedankt sich mit dem Titel „Kobras-Hexe“. Strolchi und Frauli rechnen daraufhin höchst anschaulich mit Pute und Pudding durch, warum die Vorstellungen des Mannes von Steuern nicht aufgehen, und sprechen auch über die Kosten des Haustürverkaufs und von Baris’ Therapiearbeit. Für zukünftige Fälle steht fest: Noch einmal soll ein erheblich zu niedrig bezahlter Einkauf nicht einfach hingenommen werden.
Frauli verfasst trotzdem eine ausgesprochen höfliche öffentliche Antwort und bedankt sich sogar für den vorzeitig verliehenen Ehrentitel – Kräuterhexe wollte sie eigentlich erst mit achtzig werden. Strolchi findet den Text viel zu freundlich und hätte ganz anders angefangen, darf seine Version aus Gründen der Jugendfreiheit aber lieber nur ins Ohr flüstern. Zum Abschluss steht noch ein überraschendes Treffen an: Ein Cousin dritten Grades, den Frauli seit etwa zwanzig Jahren nicht gesehen hat, ist gerade in Marienbad. Strolchi würde ihn gern im Restaurant kennenlernen und hätte dafür auch schon eine angemessene Bestellung: drei Pudding.