Strolchis Tagebuch – Teil 1039

Strolchis Tagebuch
Teil 1039
Beatrice Kobras
Wer meine Piskotty isst, der is nicht mein Freund!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 1039

Piskoty-Drama, Wegezoll und ein echtes Voglrieder-Häusl

Betty vergreift sich an Baris’ Piskoty und bringt damit nicht nur den Spaziergang, sondern gleich ihre gemeinsamen Heiratspläne in Gefahr. Zu Hause kämpfen Hühner und Wildvögel um Körner und Würmer, während Strolchi erfährt, warum sein Garten ein echtes Voglrieder-Häusl geworden ist. Und Baris entdeckt schließlich, dass ein Tierarztbesuch mit den richtigen Keksen vielleicht doch keine so schlechte Idee ist.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Baris
Maxl
Erna
Elsa
Nanni
Betty

Die Geschichte dieses Bandes

Der Sonntag beginnt eigentlich vielversprechend: Baris fährt zu Betty und hat selbstverständlich Piskoty dabei. Dummerweise findet Betty die ebenfalls ausgesprochen lecker und futtert ihm seine Vorräte weg. Für Baris ist das ein schweres Vergehen. Eine Entschuldigung reicht keinesfalls – allenfalls ein lebenslanger Vorrat Piskoty könnte die Sache vielleicht wieder richten. Selbst Bettys Heiratsantrag samt gemeinsamer Familienplanung ist damit vorerst vom Tisch. Wer seine Piskoty aufisst, wird schließlich nicht geheiratet, Diamantohrringe hin oder her. Und als unterwegs auch noch andere Hunde eine Tüte Piskoty als „Maut“ verlangen, ist die Katastrophe perfekt: Baris hat keine mehr.
Zu Hause wird sein Bericht mit angemessenem Entsetzen aufgenommen, bevor sich alle wieder den wirklich wichtigen Dingen widmen: dem Abendessen und der Frage, wer wo schlafen darf. Maxl hat kurzerhand Elsas Schlafzimmer übernommen, Elsa darf dafür bei den anderen oben schlafen. Am nächsten Morgen stehen die Hühner bereits wieder bereit und verlangen Frühstück, während Baris endlich Piskoty-Nachschub bekommt. Der Vorrat sieht zwar stattlich aus, doch Baris weiß es besser: Lange reichen wird der bestimmt nicht – und zu Betty nimmt er davon sicherheitshalber nichts mehr mit.
Während Baris auch nach acht Betthupferln noch überzeugt ist, dass ein so braver Hund mehr verdient hat, beginnt im Garten die Herbstarbeit. Erna interessiert sich dafür, warum das Laub gesammelt wird, und erfährt, dass daraus im Hochbeet guter Humus für das Gemüse werden soll. Das klingt hervorragend – nur die Forderung, frisch gepflanzte Blumen nicht wieder auszubuddeln, stößt auf wenig Verständnis. Was soll man schließlich machen, wenn ausgerechnet darunter ein dicker Wurm sitzt? Warten jedenfalls nicht. Warten ist langweilig.
Auch am Futterplatz herrscht Betrieb. Elsa verteidigt die guten Körner gegen Tauben und andere gefiederte Besucher, während Nanni lieber schnell nach den Würmern sieht, bevor die womöglich ebenfalls verschwinden. Strolchi findet, dass Frauli endlich etwas gegen die hungrigen Gäste unternehmen sollte. Doch genau die vielen Vögel führen zu einer Familiengeschichte: Frauli erzählt vom Namen Voglrieder, von Oma und Uroma, vom alten Voglriederhaus und davon, dass sie sich immer ein Haus mit Garten und vielen Vögeln gewünscht hat. Nun gibt es Katzen, Hund, Hühner, Tauben, Blaumeisen, Elstern und jede Menge Garten – für Frauli also ein echtes Voglrieder-Häusl. Strolchi erkennt vor allem eines: Das scheint vererblich zu sein.
Baris hat für Familiengeschichte allerdings gerade keinen Kopf. Sein Problem heißt Tierärztin, und dorthin möchte er nun wirklich nicht. Bis das entscheidende Argument fällt: gute Kekse. Plötzlich sieht die Sache schon ganz anders aus. Vielleicht möchte er ja doch zur Tierärztin.