Strolchis Tagebuch – Teil 984

Strolchis Tagebuch
Teil 984
Beatrice Kobras
Ich will keinen zweiten Franz!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 984

Keksregulator, Hochbeetpläne und drei neue Familienmitglieder

Beim Reifenwechsel lernt Baris Ludwig kennen und erkennt sofort, welche wichtige Aufgabe dieser künftig übernehmen könnte: Irgendjemand muss schließlich die ordnungsgemäße Keksversorgung regulieren. Zu Hause wird derweil ein Hochbeet geplant, wobei Strolchi unter einem „Bett“ selbstverständlich etwas völlig anderes versteht als Menschen, die dort Gemüse anbauen möchten. Dann kündigt sich auch noch großer Familienzuwachs an: Franz soll drei neue Hennen bekommen – nur ein zweiter Hahn kommt bei den bisherigen Bewohnern überhaupt nicht infrage.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Baris
Franzl
Erna
Elsa

Die Geschichte dieses Bandes

Baris darf beim Reifenwechsel dabei sein und lernt dort Ludwig kennen. Autos sind zwar interessant, doch Baris erkennt schnell, dass Ludwig für eine wesentlich wichtigere Aufgabe geeignet wäre. Schließlich muss irgendwo geregelt werden, wann ein Hund einen Keks bekommt und vor allem, ob die Menge auch angemessen ist. Auf die Frage, was Ludwig denn machen soll, hat Baris deshalb sofort eine Antwort: „Den Keksregulator!“ Ein solcher Posten wäre im Familienbetrieb ohnehin längst überfällig. Baris arbeitet schließlich hart, begleitet seine Menschen und muss regelmäßig dafür sorgen, dass niemand vergisst, wie wichtig eine zuverlässige Versorgung mit Belohnungen ist.
Zu Hause entstehen währenddessen neue Pläne für den Garten. Ein Hochbeet soll gebaut werden. Strolchi hört allerdings vor allem das entscheidende Wort: Bett. Ein Bett ist zum Schlafen da, und wenn es zusätzlich noch hoch steht, klingt das aus Katzensicht sogar nach einer ausgesprochen guten Erfindung. Dass die Menschen dieses wunderbare erhöhte Bett mit Erde füllen und anschließend Gemüse hineinsetzen möchten, dürfte deshalb erklärungsbedürftig sein. Für Strolchi gäbe es wesentlich sinnvollere Verwendungsmöglichkeiten. Schließlich besitzt er genügend Erfahrung mit guten Schlafplätzen und könnte bei der Planung problemlos beratend tätig werden.
Doch das Hochbeet ist längst nicht die größte bevorstehende Veränderung. Bei Franz, Erna und Elsa soll die Familie erweitert werden. Drei neue Hennen sollen einziehen. Für Franz klingt eine Vergrößerung seines Damenhaushalts zunächst vermutlich nicht schlecht, doch Erna und Elsa bekommen damit plötzlich gleich drei neue Mitbewohnerinnen vor die Schnäbel gesetzt. Dass ein solcher Einzug nicht automatisch bedeutet, dass sich alle sofort begeistert um die Flügel fallen, kann man sich bereits vorstellen. Strolchi betrachtet die Sache ebenfalls mit Interesse: Drei zusätzliche Hühner bedeuten schließlich drei weitere Familienmitglieder, die gefüttert, beaufsichtigt und in die bestehende Ordnung integriert werden müssen.
Nur eines steht fest: Ein zweiter Hahn wird nicht gebraucht. Franz reicht vollkommen. Zwei Hähne könnten aus dem Hühnerhaus schließlich schneller einen Konkurrenzbetrieb machen, als irgendjemandem lieb wäre. Bei drei zusätzlichen Damen bleibt Franz deshalb alleiniger Hahn im Haus. Erna und Elsa werden dagegen bald Gesellschaft bekommen – ob sie diese nun bestellt haben oder nicht.
Zwischen Reifenwechsel, Ludwig und den Plänen für Hochbeet und Hühnerzuwachs verändert sich damit gerade einiges. Auch Bert gehört zum Geschehen, während Baris vermutlich vor allem darauf achtet, dass bei all den menschlichen Projekten seine eigenen Bedürfnisse nicht vergessen werden. Ein Hochbeet mag den Menschen wichtig sein und drei neue Hennen mögen Franz beschäftigen – aber ohne vernünftigen Keksregulator kann ein Haushalt auf Dauer schließlich kaum funktionieren. Und falls Ludwig diesen verantwortungsvollen Posten tatsächlich übernimmt, hätte Baris wenigstens eine Sorge weniger.