Strolchis Tagebuch – Teil 972

Strolchis Tagebuch
Teil 972
Beatrice Kobras
Herrli, Du musst Frauli sofort zu unsrem Tierarzt fahren!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 972

Kusskontrolle, Fleischeinkauf und ein dringender Fall für den Tierarzt

Teil 972 1. Kurze Unterzeile Kusskontrolle, Fleischeinkauf und ein dringender Fall für den Tierarzt 2. Drei kurze Sätze oben Beim Sonntag mit Betty lernt Baris, dass Küssen mit ungeputzten Zähnen bei seiner Freundin keineswegs selbstverständlich ist und Körperpflege offenbar auch in einer Hundebeziehung eine wichtige Rolle spielt. Ein Ausflug nach Deutschland bringt anschließend große Fleischvorräte ins Haus und überzeugt sogar Strolchi davon, dass Rind plötzlich ausgesprochen interessant sein kann. Als Fraulis Arm immer schlimmer schmerzt, gibt es für Strolchi schließlich nur noch eine vernünftige Lösung: Herrli muss sie sofort zum Tierarzt bringen.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Baris
Franzl
Betty

Die Geschichte dieses Bandes

Der Sonntag gehört wieder Betty, doch bevor Baris seine Freundin einfach küssen kann, muss er feststellen, dass Liebe offenbar gewisse hygienische Mindestanforderungen mit sich bringt. Ungeputzte Zähne kommen bei Betty nicht besonders gut an. Wer küssen möchte, sollte sich also vorher ein bisschen um seine Mundpflege kümmern. Dafür sind sich die beiden beim Thema Wasser deutlich schneller einig. Baden gehört zu einem gelungenen gemeinsamen Sonntag schließlich unbedingt dazu, und Baris braucht bekanntlich nicht viel Überzeugungsarbeit, sobald irgendwo eine geeignete Wasserstelle auftaucht.
Danach geht es nach Deutschland zu Petra und Jan, und dort wird es vor allem kulinarisch interessant. Große Mengen Fleisch werden besorgt und anschließend verarbeitet. Für Baris dürfte schon der Anblick der Vorräte deutlich spannender sein als jeder gewöhnliche Einkauf. Nebenbei entdeckt er eine Badewanne, was für einen Hund mit seiner Leidenschaft natürlich sofort von Bedeutung ist. Strolchi interessiert sich dagegen zunehmend für das Fleisch. Rind war für ihn bislang offenbar nicht unbedingt das wichtigste Lebensmittel der Welt, doch angesichts der frischen Vorräte lässt sich eine Meinung schließlich jederzeit korrigieren. Plötzlich kann Rind ausgesprochen interessant sein.
Zu Hause geht die Arbeit weiter. Das Fleisch muss verarbeitet und verstaut werden, daneben wartet auch noch Bügelwäsche. Baris hat währenddessen bereits neue Pläne für den Garten. Wenn eine Badewanne schon so schön ist, wäre ein eigener Pool schließlich noch besser. Eigentlich müsste nur jemand ein ausreichend großes Loch graben. Dass Menschen bei solchen Vorschlägen sofort über Arbeit, Aufwand und praktische Probleme nachdenken, ist für Baris vermutlich schwer nachvollziehbar. Wasser hinein, Baris hinein – damit wären die wichtigsten Anforderungen an einen Pool doch bereits erfüllt.
Auch Franz sorgt zwischendurch für Aufmerksamkeit, denn er sitzt auf einem Ei. Gleichzeitig gibt es Ärger mit der Website beziehungsweise dem Verlag, sodass Frauli ohnehin genügend zu tun hätte. Dummerweise wird ihr Arm immer schlimmer. Die Schmerzen nehmen zu, und irgendwann hilft auch der Versuch mit einem Bad nicht mehr weiter. Strolchi beobachtet die Lage und kommt zu einem ebenso einfachen wie konsequenten Schluss: Wenn bei den Tieren etwas wehtut, fährt man zum Tierarzt. Warum sollte das bei Frauli anders sein?
Also bekommt Herrli eine klare Anweisung: „Herrli, Du musst Frauli sofort zu unsrem Tierarzt fahren!“ Ganz so funktioniert die menschliche medizinische Versorgung dann zwar doch nicht, aber Frauli landet schließlich tatsächlich im Krankenhaus und bekommt eine Spritze gegen die Schmerzen. Damit endet ein Band, der mit Kussregeln bei Betty begonnen hat, über Fleischberge, Badewannen, Poolpläne und Franz auf seinem Ei führt und schließlich bei einer ziemlich schmerzhaften menschlichen Angelegenheit ankommt. Strolchis Lösung war dabei zumindest im Grundsatz richtig: Wenn jemand solche Schmerzen hat, gehört er behandelt – selbst wenn Frauli dafür ausnahmsweise nicht zu Baris’ Tierarzt darf.