Strolchis Tagebuch – Teil 950

Strolchis Tagebuch
Teil 950
Beatrice Kobras
Kommt ja nicht jeden Tag vor, dass ich Dir ein Ei leg!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 950

Großputz, Hahneneier und drei kleine Nikoläuse

Beim Großputz im Hühnerstall kontrollieren Elsa und Franz äußerst gewissenhaft, ob Einstreu, Schlafplätze und Buffet anschließend wieder ihren Vorstellungen entsprechen. Franz versucht danach allen Ernstes, Frauli einzureden, er habe ein Ei gelegt, während Strolchi jede angebotene Suppe verweigert und lieber sofort Fastfood verlangt. Kurz vor Weihnachten entdeckt Baris schließlich den erhofften Hühnernachwuchs – nur mitnehmen darf er die drei kleinen „Nikolaushühner“ noch nicht.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Baris
Franzl
Elsa

Die Geschichte dieses Bandes

Strolchi entdeckt zunächst wunderschöne Sachen, die er sofort haben möchte – bis er erfährt, dass sie das Christkind der kleinen Laura bringen soll. Draußen wartet währenddessen bereits die nächste Kundschaft auf ihren Roomservice. Elsa, Franz und die anderen gefiederten Bewohner wundern sich allerdings, warum plötzlich der komplette Stall ausgeräumt wird. Großputztag! Elsa hält das für reichlich übertrieben, Franz kontrolliert dagegen jeden Arbeitsschritt persönlich. Erst ist oben zu wenig Einstreu, dann fehlt noch etwas an seinem Schlafplatz. Nach und nach wird es wieder heimelig, und schließlich steht sogar das Buffet bereit: Lieblings-Körnerfutter, getrocknete Möhrchen, Knoblauch und Kräuter.
Auch das dritte Hühnerhaus ist endlich geöffnet, und kurz darauf wird es biologisch bemerkenswert. Während tatsächlich Eier gelegt werden, behauptet Franz plötzlich, er habe ebenfalls eines produziert. Frauli soll unbedingt kommen und sich diese Sensation ansehen. Dass ein Hahn normalerweise keine Eier legt, beeindruckt Franz wenig. Einen Versuch war es schließlich wert – und lustig hätte er es auch gefunden. Strolchi hat derweil ein ganz anderes Ernährungsproblem. Vor ihm steht Suppe. Die mag er nicht, die will er nicht und die kann sehr gern Baris bekommen. Baris nimmt das Angebot sofort an. Strolchi verlangt stattdessen etwas Anständiges: Fastfood bitte – und ein bisschen plötzlich, denn er verhungert bereits.
Später stellt Strolchi fest, dass er selbst gar kein Ei für die Familie gelegt hat, bis man ihn daran erinnert, dass auch er kein Huhn ist. Dafür kommt er voller Spinnweben vom Speicher zurück und kündigt an, Herrli sehe noch viel schlimmer aus. Danach braucht er dringend etwas aus der Schreibtischschublade zum Knabbern und möchte endlich sein schönes Tagebuch schreiben. Kaum soll gearbeitet werden, taucht allerdings Essen auf. Strolchi versteht die Logik nicht: Wer arbeitet, muss zwar essen – aber Frauli arbeitet seiner Ansicht nach gar nicht. Sie stört ihn lediglich an seinem Computer.
Am nächsten Tag rast Baris im Park in Lichtgeschwindigkeit herum, täuscht dabei aber nur an, Frauli über den Haufen zu rennen. Herrli hat er schließlich versprochen, sie auch wieder heil nach Hause zu bringen. Nach dem Rennen ist erst einmal Ausruhen angesagt, und vom ausgiebigen Knabbern bekommt Baris auch noch Maulsperre. Am Donnerstag soll Strolchi dann dem Christkind helfen. Das erweist sich als schwierig, weil die Sachen für Laura so schön sind, dass er sie eigentlich lieber selbst behalten würde. Immerhin darf er die Schleife für Baris’ Geschenk aussuchen. Danach ist er von der anstrengenden Christkindhilfe so erschöpft, dass er sich in seinem inzwischen deutlich zu kleinen Haifischkörbchen ausruhen muss.
Am Freitag stehen Weihnachtsbesorgungen an – und die Hoffnung auf Hühnernachwuchs. Baris ist sofort begeistert: Bekommt er etwa Hühner vom Christkind? Tatsächlich sind die neuen Hühner schon da, allerdings noch winzig klein und erst um Nikolaus herum geschlüpft. Baris würde sie trotzdem sofort adoptieren; Nestwärme gäbe es schließlich auch in seiner Hundehütte. Doch die drei müssen noch bis zum 21. Februar beim Bauern bleiben. Also erklärt Baris kurzerhand, dass er sich die Hühner zu Fraulis Geburtstag wünscht. Drei kleine „Nikoläuse“ zum Geburtstag bekommt schließlich auch nicht jeder. Bis dahin stehen allerdings erst noch das Christkind und das neue Jahr bevor – und deshalb sollte man jetzt besser ganz schnell nach Hause fahren, damit man davon bloß nichts verpasst.