Strolchis Tagebuch – Teil 923

Strolchis Tagebuch
Teil 923
Beatrice Kobras
Jetz soll man für sein Frühstück auch noch arbeiten!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 923

Eine geklaute Folie, Fleisch zum Selberfieseln und Frieden mit Franz

Strolchi verteidigt seine neue Paketfolie mit vollem Körpereinsatz, während Baris einen Blumentopf zerlegt, weil er die darin steckende Pflanze hartnäckig für ein Stöckchen hält. In der Hundeschule wartet Baris sehnsüchtig auf sein Lieblingsfach Beißen und entdeckt anschließend, dass man selbst beim Betthupferl offenbar niemals wirklich fertig sein muss. Am Sonntag geschieht schließlich etwas beinahe Unglaubliches: Strolchi und Franz begraben ihren alten Streit und beschließen tatsächlich, sich zu vertragen.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Baris
Franzl
Erna
Elsa

Die Geschichte dieses Bandes

Strolchi wird am Freitag nach mindestens 24 Stunden Ruhe ausgerechnet von einem Paket gestört – und ist sofort hellwach. Pakete liebt er nämlich, nur hätte man ihn gefälligst vor dem Auspacken informieren müssen. Besonders wertvoll ist die Verpackungsfolie, auf der er unverzüglich seinen Platz einnimmt und die deshalb natürlich nicht mehr Frauli gehören kann. Baris darf derweil Gassi gehen und wäscht unterwegs ordentlich seine Füße. Zurück zu Hause beweist er, dass auch Gartenarbeit durchaus kreativ ausgelegt werden kann: Eine Pflanze wird samt Wurzel aus dem Topf gezogen. Baris versteht die Aufregung überhaupt nicht. Für ihn ist das schlicht ein Stöckchen, das vorher eben noch im Blumentopf gesteckt hat. Dass Pflanzen im Frühjahr wieder austreiben und blühen sollen, überzeugt ihn nur mäßig. Strolchi findet solche Aktionen durchaus interessant und möchte lieber allein in den Park – dort merkt Frauli wenigstens nicht, wenn er selbst einmal Mist baut.
Nach einem ausgedehnten Bildungsschläfchen in der Bibliothek erfährt Strolchi auch noch vom neuesten Handwerkerärger: Beim Nachstreichen des Tores hat der Schlosser schwarze Farbe auf die Steine und die frisch gestrichenen Metallteile verteilt. Strolchi hat sofort eine Lösung. Einfach „Villa Kunterbund“ aufs Haus schreiben, dann passt alles zusammen. Künftig wird eben selbst gestrichen, selbstverständlich mit Unterstützung von Baris und den Hühnern. Strolchi entscheidet sich schon einmal für Pink. Baris bekommt am Samstag dagegen etwas wesentlich Interessanteres: Fleisch. Allerdings am Stück. Dass er sein Frühstück nun selbst „abfieseln“ soll, empfindet er als ausgesprochene Zumutung. Mundgerecht wäre schließlich deutlich kundenfreundlicher.
Danach geht es in die Hundeschule, wo Baris ungeduldig auf Daniel wartet. Beißen ist nun einmal sein Lieblings-Schulfach. Anschließend wird Besuch von Peter und Olga erwartet, doch vorher muss Baris natürlich noch sein Training absolvieren. Selbst nach der Hundeschule denkt er nicht ans Schlafengehen. Die Nacht ist wunderschön, und weil Adi und Awas immer draußen schlafen dürfen, möchte Baris das nun ebenfalls ausprobieren. Nur auf sein Betthupferl verzichtet er deshalb selbstverständlich nicht. Im Gegenteil: Als ausgewiesener Betthupferlspezialist kennt er sich bestens aus und fordert hartnäckig Nachschlag – besonders von den guten Keksen, die er auch von Jindra kennt.
Am Sonntag beginnt der Tag bei Franz und den Hühnern musikalisch. Eine Blume wird kurzerhand zum Mikrofon erklärt, in das gekräht und gegackert werden kann. Danach entdecken Erna und Elsa Baris’ verschmähtes Frühstück und bedienen sich begeistert, bis der „Vielfraß“ zurückkommt und Ansprüche auf seinen eigenen Napf erhebt. Baris gönnt sich anschließend Wasser an seinem Lieblingsplatz und beschließt, dass Erna, Elsa, Franz und natürlich auch Strolchi davon unbedingt einmal etwas mitgebracht bekommen müssen. Beim Mittagessen zeigt sich dann, dass Strolchi und Baris durchaus ähnliche berufliche Ambitionen haben: Strolchi möchte ein Ei, Baris möglichst viel Wurst. Der erklärt sich kurzerhand zum Wurst-Spezialisten. Was man in diesem Beruf macht, ist schließlich offensichtlich: Wurst essen. Dass Frauli davon noch nie gehört hat, beweist für Baris nur ihre erschreckenden Bildungslücken.
Dann passiert etwas, womit offenbar niemand gerechnet hat. Strolchi und Franz beschließen, sich zu vertragen. Franz entschuldigt sich sogar dafür, Strolchi früher gejagt zu haben, und Strolchi nimmt die Entschuldigung an. Schließlich gehört Strolchi zur Familie – auch wenn er eine Katze ist, wie Franz feststellt. Strolchi korrigiert diese kleine Nebensächlichkeit zwar nicht weiter, besteht aber darauf, dass er ohnehin der Erste im Haus war. Später sucht er Frauli durch die vielen Zimmer und vermisst dabei kurz das kleinere alte Zuhause – allerdings nur, bis er sich daran erinnert, wie viel Platz er jetzt hat. Schinkenfrauli vermisst er dagegen wirklich. Als er hört, dass sie eingeladen hat, möchte er sofort los, doch ausgerechnet das lange erwartete Gartentor kommt dazwischen. Baris macht es sich zum Tagesende lieber auf Strolchis Sofa gemütlich. Das ist zwar deutlich zu klein für ihn, aber das Bett bietet glücklicherweise mehr Platz. Kaum dort angekommen, ist die Entscheidung gefallen: Niemand hat ein so großes und gemütliches Bett wie Baris.