Strolchis Tagebuch – Teil 906

Strolchis Tagebuch
Teil 906
Beatrice Kobras
Wegzehrung is wichtig, weil die vorm Verhungern schützt!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 906

Geburtstagsschwimmen, Flugwurst und ein Mausmenü mit Wartezeit

Baris ist elf Monate alt und feiert das standesgemäß mit ausgiebigem Schwimmen, Stöckchensuche und der schwierigen Entscheidung zwischen Baden und Mittagessen. Im Urlaub entdeckt er außerdem seine Begeisterung für Flugwurst, erweitert seine Ballsammlung und führt vor, wie man einen großen Ball kurzerhand kleinzaubert. Strolchi muss derweil seine Näpfe vor dem verfressenen Hund verteidigen und wartet ungeduldig darauf, dass Sophie endlich genügend Mäuse für sein bestelltes Mausmenü zusammenbekommt.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Baris
Sophie

Die Geschichte dieses Bandes

Baris ist genau elf Monate alt – und so ein Anlass verlangt selbstverständlich nach einem Bad. Der Weg zum See erscheint ihm zwar verdächtig lang, doch kaum ist das Wasser in Sicht, gibt es kein Halten mehr. Baris schwimmt begeistert durchs tiefe Wasser, wendet mal Backbord oder vielleicht auch Steuerbord und kann sich anschließend einfach nicht entscheiden, ob er nun zu Frauli kommen oder lieber noch eine Runde drehen soll. Mal kommt er, dann doch nicht, dann wieder doch. Das Wasser ist schließlich viel zu schön. Irgendwann schafft er es trotzdem ans Ufer, damit Frauli sich freuen kann, und darf anschließend auch noch die Gegend erkunden.
Dabei stellt Baris fest, dass diese Gegend nicht nur schön ist, sondern sogar Stöckchen besitzt. Ein besonders brauchbares Exemplar soll unbedingt mit nach Hause, wird auf Dauer allerdings ganz schön schwer und deshalb kurzerhand Frauli zum Tragen angeboten. Auf dem Rückweg wartet schon die nächste schwierige Entscheidung: noch schnell im Bach baden oder lieber Mittagessen? Der Hunger gewinnt. Sicherheitshalber wäre allerdings ein Keks als Wegzehrung angebracht, denn selbst kurz vor dem Haus darf man die Gefahr eines grausamen Hungertodes keinesfalls unterschätzen.
Nach dem Essen ist Baris’ Napf schon wieder auf unerklärliche Weise leer, obwohl er neuerdings angeblich extra langsam frisst. Statt der empfohlenen Ruhe oder tausend Schritten entscheidet er sich fürs Ballspielen. Sein Ball hört allerdings nicht besonders gut und rollt ständig weg. Dafür darf der Schweineball mit nach Hause, was Baris ausgesprochen wichtig findet: Er ist schließlich Ball-Sammler. Zwei gelbe Bälle passen hervorragend zusammen, und nebenbei beweist er auch noch sein Talent als Zauberkünstler. Mit einem kräftigen „Zauber zauber zauber“ wird aus dem großen Ball plötzlich ein kleiner.
Der Urlaub hat aber noch weitere kulinarische Höhepunkte. Besonders begeistert ist Baris von der Flugwurst, die vom Balkon herunterkommt und die es zu Hause bedauerlicherweise nicht gibt. Außerdem erklärt er sich zum Öhrchenspezialisten und gleich noch zum Saucen-Spezialisten. Seine Liste bevorzugter Lebensmittel wächst munter weiter: Käse, Joghurtbecher, Hühnerfutter und natürlich Strolchis Futter. Genau da hört für Strolchi der Spaß auf. Baris soll gefälligst von seinen Näpfen wegbleiben. Einen derart verfressenen Zeitgenossen kennt Strolchi schließlich kaum – höchstens Awas könnte da noch mithalten.
Strolchi kümmert sich lieber um seine eigene Ernährung und holt sich eine Maus. Baris hätte davon zwar ebenfalls gern etwas, doch Teilen kommt überhaupt nicht infrage: Er soll sich seine Maus selbst fangen. Strolchi bezweifelt allerdings, dass das funktionieren würde, denn wenn Baris losläuft, bebt seiner Meinung nach die Erde und jede Maus wäre längst verschwunden. Viel wichtiger ist ohnehin Strolchis eigenes Mausmenü, das Sophie für ihn zusammenstellen soll. Leider fehlen ihr noch Mäuse, und zwischendurch möchte sie auch selbst eine essen. Strolchi versucht sogar mit „A-Quadrat mal B-Quadrat“ auszurechnen, wie lange das noch dauern könnte. Das Ergebnis ist wenig erfreulich: noch etwas länger. Also wird erst einmal geschlafen – schließlich muss auch die Maus in Strolchis Bauch irgendwann ins Bett.