
Teil 1006
Beim Dampfstrahlen verwandelt sich der Hof für Franz und seine Mädels in ein wahres Hühnerweihnachten voller kleiner Delikatessen. Baris besucht Betty, darf wegen seiner Ohrentzündung aber weder in den See noch in die Odelgrube und bringt stattdessen Mist samt Würmern nach Hause. Strolchi hält sich von der nassen Arbeit lieber fern und kümmert sich um wesentlich wichtigere Dinge: Pudding, Betthupferl und seine schlechten Zeiten.
Die Mitwirkenden in diesem Band
Strolchi
Baris
Franzl
Elsa
Henni
Hanni
Nanni
BettyDie Geschichte dieses Bandes
Strolchi beginnt den Donnerstag mit einem Problem, das keinen Aufschub duldet: Er muss bieseln, möchte das aber unbedingt gemeinsam mit Frauli erledigen. Schließlich muss hinterher auch jemand nachspülen. Baris hat dagegen schon früh Hunger und lässt sich sein Fleisch am liebsten häppchenweise füttern. Als im Hof Arbeit ansteht, zieht sich Strolchi lieber unter die Palmen zurück. Auch die Hühner sind empört, weil der Eiskaffee mit selbstgemachtem Eis aus ihren Eiern offenbar nur für die arbeitende Bevölkerung gedacht ist. Abends bekommen sie dafür ihre Gutenachtgeschichte – und Hanni und Nanni setzen sich mit ihrem Wunsch nach einer Geschichte über Hanni und Nanni erfolgreich durch.
Strolchi entdeckt anschließend, dass sein seit Ewigkeiten verschmähtes Futter inzwischen an Baris und die Hühner verteilt wurde. Dass er es fast ein ganzes Jahr nicht angerührt hat, ist für ihn kein Argument: Er wollte es schließlich für schlechte Zeiten aufheben. Zum Glück gibt es dafür im Ernstfall immer noch Steckerlmaus. Am Freitag wird weiter dampfgestrahlt. Strolchi ist froh, dass niemand ernsthaft erwartet, dass er bei einer Arbeit mit Wasser hilft – Wasser ist schließlich viel zu nass. Für Franz und die Mädels ist der aufgewühlte Hof dagegen ein Fest: Im Schlamm wimmelt es von Insekten, Larven und Miniaturwürmern. Hühnerweihnachten!
Nach so viel Arbeit gehört ein Eiskaffee zur Nachspeise. Strolchi scheitert zwar mit seiner zu kurzen Zunge am letzten Rest im Glas, doch die Hühner verlangen gleich einen eigenen. Franz hätte mit seinen Mädels außerdem gern noch ein weiteres Schlammbad, während Frauli lieber endlich aufräumen möchte. Strolchi unterstützt eindeutig die Fraktion Feierabend und Ausruhen. Lange hält die Ruhe allerdings nicht, denn anschließend geht es zu Betty, um Erde und Mist für die Hochbeete zu holen.
Betty begrüßt Baris standesgemäß mit Interesse an seinem Ohr – genau das Körperteil, das inzwischen wirklich jeder in Ruhe lassen soll. Noch schlimmer: Trotz Hitze kommt Baris am See an die Leine. Wegen seiner Ohrentzündung hat er zwei Wochen Badeverbot. Kein See, keine Odelgrube und, wie sich zu seinem Entsetzen herausstellt, am nächsten Tag auch keine Badewanne in der Hundeschule. Selbst sein Vorschlag, erst in die Odelgrube und anschließend zum Sauberwerden in den See zu springen, überzeugt niemanden. Dafür bringt er Mist und jede Menge Regenwürmer mit nach Hause.
Elsa möchte ihre Würmer am liebsten für sich behalten, Henni entdeckt weitere Delikatessen unter der Plane, und die Mädels dürfen beim Scharren sogar noch ein bisschen Gartenarbeit erledigen. Franz gesellt sich ebenfalls dazu, während Nanni anschließend Interesse an Strolchis Knabberhörnchen zeigt – ohne Erfolg. Das gehört schließlich ihm. Zum versöhnlichen Abschluss gibt es für Strolchi Pudding. Als Baris längst eingeschlafen ist, möchte auch der Kater endlich Feierabend machen. Ein Schlaflied für den Hund kommt allerdings nicht infrage: Viel dringender muss das eigene Betthupferl gegessen werden, bevor Baris wieder aufwacht und womöglich ebenfalls eines verlangt.
