Strolchis Tagebuch – Teil 28

Strolchis Tagebuch Teil 28
Strolchis Tagebuch
Teil 28
Beatrice Kobras

 

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Inhalt

An diesem Wochenende ist für Strolchi alles anders als sonst. Frauchen und Herrchen fahren zu einer Fortbildung und lassen ihn zu Hause zurück. Zwar sind seine Futternäpfe bis zum Rand gefüllt und Schinkenfrauchen schaut regelmäßig nach ihm, doch für Strolchi steht fest: Fressen allein ersetzt keine Gesellschaft.

Anfangs versucht er noch, sich die Zeit mit allem zu vertreiben, was ihm einfällt. Er kuschelt sich in seine Villa, zerplatzt begeistert Luftpolsterkissen, erklimmt neue Lagerkisten und genießt sein Katzengras. Trotzdem wird ihm schnell klar, dass Spielen ohne Publikum längst nicht so viel Spaß macht wie sonst. Immer wieder hält er Ausschau, ob seine Menschen endlich zurückkommen.

Als ihm endgültig die Ideen ausgehen, entdeckt Strolchi hoch oben einen alten Mörser. Sofort ist ihm klar: Das muss ein echter Zauberkessel sein. Nun beginnt ein äußerst wissenschaftliches Experiment. Mit größter Ernsthaftigkeit sammelt er alles, was nach einem echten Hexentrank klingt – Spinnenbein, Katzenhaar, tote Fliege, Drachenbestandteile und viele weitere geheimnisvolle Zutaten. Nur eines will einfach nicht gelingen: Trotz aller Zaubersprüche erscheinen Frauchen und Herrchen einfach nicht wieder. Also bleibt Strolchi nichts anderes übrig, als sich in Geduld zu üben – eine seiner wohl schwierigsten Übungen überhaupt.

Zwischendurch versucht Schinkenfrauchen zwar, ihn bei Laune zu halten, doch ohne Schinken ist ihre Mission nur mäßig erfolgreich. Selbst sein Blumenhut muss als möglicher Zauberhut herhalten. Aber auch damit lassen sich seine Menschen nicht herbeizaubern.

Als Frauchen und Herrchen schließlich endlich nach Hause kommen, ist Strolchis Freude riesengroß. Das lange Warten ist sofort vergessen. Herrli überrascht ihn sogar mit neuem Spielzeug – einer Maus und einem Ball – und einer großen Einkaufstüte, die für Strolchi augenblicklich zum neuen Lieblingsversteck wird. Dort richtet er sich häuslich ein, eröffnet kurzerhand seine eigene kleine Residenz, spielt Guckuck, zerstört die Tüte mit großem Einsatz und behauptet anschließend natürlich steif und fest, überhaupt nichts damit zu tun gehabt zu haben.

Natürlich bleibt es nicht dabei. Als kleines Dankeschön verteilt Strolchi seine Spielzeuge und sämtliche weichen Päckchen aus dem Lager im ganzen Haus. Für ihn ist das ein großzügiges Geschenk an seine Menschen – für Frauchen gleicht das Einsammeln eher einer verspäteten Ostereiersuche.

Zum Abschluss versucht Strolchi sogar noch, Herrchen davon zu überzeugen, dass er eigentlich selbst ein Buch sei. Doch dieser ungewöhnlichen Theorie kann Herrchen leider nichts abgewinnen.

So entsteht wieder ein herrlich humorvoller Band voller fantasievoller Einfälle, liebenswerter Missverständnisse und typischer Strolchi-Logik. Zwischen Zauberkessel, Hexensprüchen, Katzengras, neuen Spielsachen, Einkaufstüten und jeder Menge Unsinn zeigt Strolchi einmal mehr, dass selbst ein scheinbar ruhiges Wochenende zu einem großen Abenteuer werden kann – besonders dann, wenn eine kleine Katze ihre Menschen schmerzlich vermisst und alles daransetzt, sie möglichst schnell wieder nach Hause zu zaubern.

 

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