
Teil 312
Assira will Strolchi küssen, doch der hat genug von der Knutscherei. Dann wird in seinem Büro getanzt, und plötzlich geht es ums große Geldverdienen. Als seine Leser ausbleiben, plant Strolchi kurzerhand eine neue Regierung!
Die Mitwirkenden in diesem Band
Strolchi
AssiraDie Geschichte dieses Bandes
Strolchi hat ein Problem: Assira möchte ihn ständig küssen! Ausgerechnet auf den Mund! Dabei hat er überhaupt keine Lust auf diese ewige Knutscherei. Auch die Menschen finden, dass man ihn dauernd liebhaben müsste. Strolchi ist entsetzt. Zum Glück gibt es einen schicken Stoffkater mit Fliege, der nicht ständig schmusen möchte. Bei dem kann man wenigstens seine Ruhe haben!
Allerdings beansprucht Strolchi auch sonst gern seinen Platz. Wenn er gemütlich liegt, sollen sich andere gefälligst einen anderen suchen. Schließlich kann man nicht erwarten, dass ein Kater ständig Rücksicht nimmt!
Dann beschäftigt ihn eine wichtige Frage: Wie wird man unvergesslich? Strolchi möchte Geschichte schreiben! Zu seiner Überraschung erfährt er, dass er das längst tut. Seine Tagebücher dokumentieren schließlich, was während der ungewöhnlichen Zeit mit dem Virus alles passiert. Sogar die Schließung seines Friseursalons könnte eines Tages im Geschichtsunterricht behandelt werden. Strolchi staunt. Was für ihn ganz normale Erlebnisse sind, soll einmal Geschichte sein?
Weniger begeistert ist er, als sein gewohntes Aufwachritual durcheinandergerät. Viel zu früh wird aufgestanden, und niemand hat daran gedacht, dass Strolchi vorher noch Füße fangen muss! Dabei gehört das genauso zum Morgen wie Kaffee, Frühstück und der anschließende Gang zum Computer.
Noch aufregender wird es, als plötzlich sein Büro geräumt werden soll. Christa kommt zum West Coast Swing! Strolchi möchte zunächst wissen, warum in seinem Büro Tanzunterricht stattfindet, ohne dass er dafür Miete bekommt. Schließlich muss auch er Geld verdienen!
Daraus entwickelt sich eine ausführliche Diskussion über Häuser, Bücher und das fehlende Einkommen. Der Tanzunterricht und der Onlineshop sind durch den Virus weggefallen. Vielleicht könnten Bücher künftig genügend Geld einbringen? Strolchi beschließt, bei der Suche nach einer Lösung kräftig mitzudenken.
Zunächst muss er allerdings sein Büro für die Tanzprobe freigeben. Das passt ihm überhaupt nicht. Noch dazu soll ausgerechnet sein Teppich als Tanzfläche dienen!
Als er die ersten Schritte sieht, ist er fassungslos. Zwei Schritte vorwärts, anhalten, zurückgehen und wieder schneller werden? Was soll daran bitte schön Tanzen sein? Strolchi findet normales Vorwärtslaufen wesentlich vernünftiger.
Dann entsteht eine neue Geschäftsidee. Vielleicht lassen sich die vielen vorhandenen Fotografien verkaufen! Strolchi ist sofort interessiert, verlangt allerdings einen Rettungsring. Denn wenn man schon Bilder von Schiffen hat, sollte man wenigstens auch einen Rettungsring besitzen!
Außerdem erfährt er, dass manche vermeintlich schlechten Fotografien durchaus anspruchsvolle Kunstwerke sein können. Das gefällt ihm. Offenbar sind sie als Fotografen viel besser, als bisher angenommen!
Doch dann sinkt Strolchis Stimmung. Seine Tagebücher werden zu wenig gelesen, Roman schickt das versprochene Bild nicht, und die Bienchengeschichte geht ebenfalls nicht weiter. Was ist bloß mit allen los?
Die Menschen haben wegen der vielen Einschränkungen andere Sorgen. Strolchi findet das völlig unverständlich. Gerade jetzt sollten sie seine Bücher lesen! Das würde schließlich für gute Laune sorgen und wäre viel sinnvoller, als Bußgelder zu bezahlen.
Schließlich fasst er einen gewaltigen Entschluss: Er wird die Regierung stürzen und selbst Bundeskanzler, König und Minister werden!
Dann erlässt er eine Strolchi-Tagebuch-Leseverordnung. Und schon haben alle Menschen wieder gute Laune!
