Strolchis Tagebuch – Teil 286

Strolchis Tagebuch
Teil 286
Beatrice Kobras
Ich bin Krankenpfleger!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 286

Vier Füße, acht Pfoten und eine puddinghungrige Patientin!

Strolchi bietet Maus im Zuckermantel an und übernimmt anschließend die Krankenpflege. Zwischen Krücken, Katzenleitern und Krankengymnastik hat er alle Pfoten voll zu tun. Doch als seine Patientin plötzlich genauso wird wie er, bereut er seinen besten Ratschlag!

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Assira

Die Geschichte dieses Bandes

Strolchi beginnt seinen neuen Einsatz als Krankenpfleger mit einer kulinarischen Überraschung. Weil sein Mausfrühstück bisher keinen Anklang gefunden hat, entdeckt er eine Zuckerdose und erweitert die Speisekarte: Maus im Zuckermantel oder karamellisiert! Doch auch diese Köstlichkeiten werden abgelehnt. Stattdessen betrachtet er die Bilder an der Wand. Besonders die gemalte Hundemeute gefällt ihm. Er würde sich ebenfalls gern porträtieren lassen, allerdings müsste er dafür still sitzen. Das könnte er selbstverständlich. Er möchte bloß nicht!
Dann beginnt die Krankenpflege. Strolchi will auf die frisch Operierte aufpassen und ihr beim Gesundschlafen helfen. Dass sie wenig begeistert ist, versteht er nicht. Schließlich ist Fürsorge Ehrensache! Sogar vom Balkon aus behält er alles im Blick. Als die Tür geöffnet wird, möchte er wieder hinein. Seine schmutzigen Pfoten sind plötzlich kein Problem mehr. Dabei wird ihm sonst immer vorgeworfen, er trage den ganzen Dreck ins Haus. Dass das nur eine freundliche Bitte und kein Schimpfen sein soll, glaubt er keine Sekunde.
Noch interessanter findet Strolchi die roten, mit Jod besprühten Füße seiner Patientin und ihre Krücken. Nun hat sie seiner Meinung nach ebenfalls vier Füße, kann zwei davon aber jederzeit ablegen. Er selbst würde seine vier Pfoten niemals hergeben! Was wäre eigentlich, wenn einer seiner Füße repariert werden müsste? Hätte er dann acht? So viele haben sonst nur Spinnen. Doch im Notfall würde er auch damit zurechtkommen.
Als seine Patientin ankündigt, nun mit ihm Katzenleitern und Bäume erklimmen zu wollen, bekommt Strolchi Bedenken. Bei ihrem langsamen Tempo würde sie ihn nur aufhalten! Für einen gemeinsamen Ausflug auf den Baum müsste er außerdem erst ein Katzennetz besorgen, damit sie nicht herunterfällt.
Vorerst steht Krankengymnastik auf dem Programm. Strolchi turnt vor, fordert höhere und schönere Beinbewegungen und bietet sogar eine Massage an. Doch seine Patientin war bereits bei der Physiotherapie und möchte endlich Ruhe. Erst als sie erklärt, dass das Knie durch zu viel Übung Schaden nehmen könnte, stimmt er einer Pause zu. Schließlich ist Krankenpflege furchtbar anstrengend!
Dann folgt die Quittung für seinen Rat, sie solle sich an seiner Pflegeleichtigkeit ein Beispiel nehmen. Plötzlich verlangt sie Genesungspudding, am liebsten gleich mehrere Portionen, und vielleicht Petersilie dazu. Strolchi erkennt sein eigenes Verhalten überhaupt nicht wieder und bittet verzweifelt, sie möge endlich wieder normal werden. Ob er seine vorbildlichen Eigenschaften künftig lieber für sich behält?