Strolchis Tagebuch – Teil 271

Strolchis Tagebuch
Teil 271
Beatrice Kobras
Eingeborenentag!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 271

Vier Jahre Tagebuch! Kein Fanpostkistl! Dafür ein Familiendrama mit Pudding!

Strolchi feiert seinen vierten Eingeborenentag und sein Tagebuchjubiläum, aber das ersehnte Fanpostkistl bleibt aus. Während er sich über fehlende Geschenke und störende Aktenordner beschwert, macht er sich zunehmend Sorgen um seine traurige Familie. Doch dann nimmt die Geschichte eine unglaubliche Wendung, und Strolchi weiß ganz genau, was jetzt hilft: jede Menge Katzenpudding!

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Assira

Die Geschichte dieses Bandes

Strolchi hat gleich doppelten Grund zum Feiern! Sein vierter Eingeborenentag steht an, und außerdem schreibt er seit vier Jahren Tagebuch. Eine beachtliche Leistung, findet er. Schließlich hatte er früher nicht einmal Zugang zum Computer! Dass seine erste Bestellung aus hundert Tuben Zahnpasta bestand, wird ihm allerdings noch immer vorgehalten. Dabei weiß er inzwischen längst, dass es viel bessere Dinge gibt. Katzenpudding zum Beispiel!
Ausgerechnet an seinem großen Jubiläum fehlt jedoch das Wichtigste: ein Jubiläums-Fanpostkistl! Gemeinsam mit seiner Braut-Maus wartet Strolchi auf die erhoffte Überraschung. Er ärgert sich, dass er den besonderen Anlass nicht in seinen Kalender geschrieben hat. Immerhin gibt es am Abend Besuch und ein wunderbares Geschenk: einen Schuh mit selbst gezogener italienischer Katzenminze. Damit lässt sich ordentlich feiern!
Doch die Freude wird von ernsten Sorgen überschattet. Plötzlich liegen überall Aktenordner herum, die Strolchis gemütlichen Platz beanspruchen. Es sind die Unterlagen der schwer kranken Mutter, deren Angelegenheiten geregelt werden müssen. Strolchi erfährt, dass sie kaum noch isst, nicht mehr aufstehen möchte und offenbar auf ihren Tod wartet. Besonders bewegt ihn, dass die beiden Frauen trotz ihrer schwierigen Vergangenheit wieder zueinandergefunden haben. Aus einer lebenslangen Hassliebe ist schließlich nur noch Liebe geworden.
Strolchi möchte unbedingt helfen. Er entdeckt eine neue Katzenhängematte, bietet seine Dienste beim Waschen und Frisieren an und versucht hartnäckig, in einer Kiste mitzufahren. Doch er soll zu Hause bleiben und dort den Rücken freihalten. Das gefällt ihm überhaupt nicht!
Noch schlimmer findet er, wie traurig und erschöpft seine geliebte Familie inzwischen ist. Er möchte endlich wieder Lachen statt Tränen erleben. Schließlich sollte sein Jubiläumstagebuch doch etwas Lustiges werden!
Dann kommt es zu einer überraschenden Wendung. Bei einem Hausbesuch erklärt der Arzt, dass der rasche körperliche und seelische Abbau möglicherweise behandelbare Ursachen hat. Eine Untersuchung in einer Klinik wird vereinbart. Als die Mutter hört, dass sie vielleicht doch weiterleben kann, steht sie plötzlich auf und läuft ohne Hilfe ins Badezimmer!
Was darauf folgt, verschlägt selbst Strolchi die Sprache. Statt über ihre Gesundheit spricht die Mutter auf einmal über ungeschnittene Hecken, einen Gärtner und den Wunsch nach einer hübschen Klinik am See. Die völlig erschöpfte Tochter verliert die Geduld und macht unmissverständlich klar, dass sie sich nicht länger alles gefallen lassen wird.
Strolchi ist begeistert von dieser neuen Entschlossenheit. Endlich werden Grenzen gesetzt! Allerdings findet er, dass auch seine eigenen Wünsche dringend berücksichtigt werden sollten. Nach all den Aufregungen braucht er nämlich unbedingt einen Extra-Pudding. Und weil Pudding bekanntlich gut für die Nerven und die Figur ist, sollte man davon grundsätzlich einen ordentlichen Vorrat besitzen!