Strolchis Tagebuch – Teil 251

Strolchis Tagebuch
Teil 251
Beatrice Kobras
Ich bin hier der Diktator!
STROLCHIS TAGEBUCH

Teil 251

Friseursorgen, Christkind-Panik und Mäusefrisuren!

Strolchi bedauert den geschlossenen Friseursalon und bietet Assira kurzerhand eine persönliche Frisurenberatung zu Hause an. Bei der englischen Übersetzung bekommt er plötzlich Angst, dass das Christkind ihm wegen eines falschen Namens keine Geschenke mehr bringt. Anschließend erklärt er sich zum größten Helfer überhaupt und verpasst seiner Spielzeugmaus lieber eine wunderschöne Frisur.

Die Mitwirkenden in diesem Band

Strolchi
Assira

Die Geschichte dieses Bandes

Strolchi findet es ausgesprochen schade, dass der Friseursalon geschlossen ist. Dass er ohnehin nicht geöffnet hätte, macht die Sache für ihn nur noch schlimmer. Schließlich ist er nicht bloß König, Bundeskanzler, Minister und Bestsellerautor, sondern auch Friseur! Zum Glück gibt es Assira. Er untersucht ihren Damenbart, empfiehlt, die schwarzen Flecken nachzufärben, und möchte ihren Scheitel verlegen. Assira gefällt ihre Frisur allerdings so, wie sie ist. Da ist Strolchis Beratung auch schon beendet.
Weil er nun nicht weiß, was er tun soll, geht es an den Computer. Dort erwartet ihn eine Überraschung: Auf dem Bildschirm ist das Christkind zu sehen! Strolchi freut sich, schließlich hat er bei der Übersetzungsarbeit bereits mehrfach den Nikolaus erlebt. Doch als er „Christ Child“ schreiben soll, wird er misstrauisch. Darf man das Christkind einfach so nennen? Was, wenn es beleidigt ist und ihm keine Geschenke mehr bringt? Sein Haifischkörbchen und sein Regierungssitz waren schließlich großartige Geschenke. Kein einziges Wort darf dieses Glück gefährden!
Die Übersetzung kommt kaum voran. Strolchi besteht darauf, selbst der Diktator zu sein, diskutiert aber lieber über das Christkind, als zu tippen. Schließlich räumt er den Platz und überwacht die Arbeit vom Drucker aus. Dabei entdeckt er sein zurückgekehrtes Wahlplakat. Endlich kann jeder wieder sehen, wer hier regiert: Strolchi, der Löwe, König, Bundeskanzler und Minister! Auf seinem Regierungsrundgang findet er einen englischen Spruch übers Singen bei Problemen und macht sich prompt über die Stimme seines Menschen lustig.
Dann fällt ihm die Bügelwäsche auf. Selbstverständlich sollte sie erledigt werden, obwohl Strolchi doch schon so viel hilft. Als seine Hilfe ausdrücklich nicht gebraucht wird, ist er beleidigt und widmet sich seiner Maus. Zuvor bemerkt er noch den schmutzigen Stuhl, an dem Assira sich nach dem Aufenthalt im Nassen geschüttelt hat. Putzen soll aber jemand anderes: Strolchi hat Wichtigeres zu erledigen.
Seine Füße müssen gewaschen werden! Angeblich riechen sie so schlimm, dass man davon grün und blau anlaufen könnte. Für den Sommer verlangt er deshalb wieder Lavendel, in den er seine Füße stecken kann. Auch seine Maus braucht einen solchen Fußwaschplatz. Während Strolchi energisch bestreitet, ununterbrochen zu plappern, verfängt sich eine Schnur an seiner Pfote. Für ihn ist das kein Problem, sondern eine hervorragende Möglichkeit, seine Maus heranzuziehen. Und weil er nun einmal Friseur ist, bekommt sie zum Schluss eine Frisur – natürlich eine viel schönere als die seiner Menschen!